Wasser – Urstoff des Lebens
Wasser ist der Urstoff des Lebens. Nicht umsonst suchen Astroforscher zuerst nach Wasser, wenn sie eigentlich Leben auf fremden Planeten finden wollen.
Die Erde ist zu mehr als zwei Dritteln mit Wasser bedeckt. Das meiste davon ist Salzwasser, nur ungefähr drei Prozent sind Süßwasser wovon wiederum der größte Teil gefroren an den Polen liegt.
Was uns hauptsächlich in Flüssen und Seen für unser Trinkwasser zur Verfügung steht macht nur etwa ein halbes Prozent des weltweiten Wassers aus. Das würde eigentlich sehr gut ausreichen, um alle Menschen gesund zu versorgen. Deutschland ist sehr reich an Süßwasser, während andere Regionen der Welt mit Wasserknappheit kämpfen müssen und sogar Menschen sterben, weil nicht genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Es hilft leider nichts, wenn wir Wasser sparen. Hilfe kann nur vor Ort wirksam werden, sei es durch die Erschließung neuer Quellen (auch Meerwasserentsalzung), die Einschränkung des Wasserverbrauchs durch Landwirtschaft und Industrie und den Aufbau einer angemessenen Wasserversorgung.
Der Zugang zu sauberem Wasser sollte, ebenso wie saubere Luft, ein Menschenrecht sein.
Menschen sind Wasserwesen
Wir bestehen zu 70 Prozent aus Wasser. Wenn man die Moleküle, aus denen der Körper besteht auszählen würde, wären davon 99 Prozent Wassermoleküle. Wir sind tatsächlich Wasserwesen, aber wissen doch immer noch so wenig über die Natur des Wassers, die Phänomene des Wassers in der Natur und in unserem Körper. Wenn wir nur vier Tage ohne Wasser sind bricht unser Stoffwechsel zusammen. Schon der Verlust von zwei Litern an Flüssigkeit, zum Beispiel beim Sport, führt zu erheblichem Leistungsverlust, bei drei Litern Verlust kann der Körper nur noch auf Sparflamme leben.
Dehydration (Wassermangel im Körper) führt zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Ein erwachsener Mensch sollte pro Tag mindestens zwei bis drei Liter sauberes Wasser trinken (ca. 0,03 l pro kg Körpergewicht). Bei körperlicher Arbeit oder schweißtreibendem Sport kann der Bedarf natürlich noch viel höher sein. Kommen wir diesem Bedarf nicht nach, leiden wir permanent unter Dehydration und manchmal merken wir es nicht einmal, wenn wir kein Durstgefühl verspüren. Durch Dehydration können chronische Leiden verstärkt, wahrscheinlich auch ausgelöst werden.
Wasser im Körper
Wasser allein kann dafür sorgen, dass wir uns wieder energiegeladen und lebendig fühlen. Wasser ist an fast allen Prozessen im Körper beteiligt, es hilft zum Beispiel die Körpertemperatur zun regulieren, strafft die Haut, sorgt für scharfes Sehen und gutes Aussehen.
Die Hauptaufgabe von Wasser im Körper ist es, Stoffe zu lösen und zu transportieren. Optimal geeignet dafür ist reines Wasser, das weder durch Schadstoffe verunreinigt ist, noch vermeintlich gute Spurenelemente und Mineralien enthält. Das Leitungswasser in Deutschland wird zwar nach der Trinkwasserverordnung überprüft, jedoch sind viele Grenzwerte nach Ansicht von Experten und Medizinern viel zu hoch, um nachhaltig die Gesundheit zu erhalten. Leitungswasser ist in den meisten Regionen Deutschlands nicht als Trinkwasser zu empfehlen. Mineralwässer werden ebenfalls regelmäßig überprüft. Sie enthalten, wie der Name schon sagt, häufig hohe Mengen an Mineralien und Spurenelementen. Die meisten dieser Stoffe kann unser Körper jedoch kaum verarbeiten. Sie müssen erst abgeschieden werden, damit das Wasser seine Funktionen erfüllen kann. Je reiner das Trinkwasser, um so leichter kann es im Körper seine Aufgaben erfüllen. Mineralien und Spurelemente beziehen wir nicht aus dem Wasser, sondern fast ausschließlich aus fester Nahrung. Dort liegen die Stoffe in der Regel schon zellgebunden vor, so wie sie der Körper leicht aufnehmen kann.
Reines Wasser kann seine Aufgabe als universelles Lösungsmittel im Körper erfüllen. Der Abtransport von Schadstoffen aus dem Körper funktioniert umso besser, je weniger Stoffe schon im Wasser gelöst sind. Nur mit sauberem Wasser ist der Körper in der Lage sich zu entgiften.
Verunreinigtes Wasser
Die Auswirkungen der meisten Schwermetalle sind bekannt, auch, dass viele nicht abgebaut, sondern meist im Körper angereichert werden. Dennoch gibt es für Trinkwasser Grenzwerte, die suggerieren, dass unterhalb einer gewissen Schwelle, diese Stoffe unbedenklich seien.
Ähnliches gilt für Rückstände von Düngemitteln, Pestiziden und Fungiziden aus der Landwirtschaft, Hormonen und Arzneimittelresten aus Abwässern und das allgegenwärtige Mikroplastik. Die Belastung des Grundwassers durch Nitrat ist in vielen Regionen Deutschland deutlich über dem Grenzwert von 50 mg/l, der für Grundwasser und Leitungswasser in Deutschland gilt. Bei der EU läuft aus diesem Grund bereits ein Verfahren gegen Deutschland, bisher ohne Konsequenzen.
Leitungswasser
Leitungswasser unterliegt in Deutschland der Trinkwasserverordnung. Dort sind Grenzwerte für viele Stoffe festgelegt, die im Wasser enthalten sein können. Die regelmäßigen Analysen der Wasserwerke in Deutschland stellen sicher, dass das Leitungswasser diesen Ansprüchen genügt. Die Durchnittswerte dieser Analysen werden von allen Wasserwerken auf deren Websites veröffentlicht oder auf Anfrage verschickt. Die Analysen erfassen allerdings nur einen Bruchteil der Stoffe, von denen wir wissen, dass sie einen Einfluss auf unseren Körper haben.
Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung sind aber keine Garantie für gesunden Genuss. Sie sind vielmehr ein Kompromiss aus dem was für den menschlichen Genuss gesund wäre und dem was technisch und wirtschaftlich möglich ist. Wie bereits ober erwähnt, empfehlen viele Experten und Mediziner deutlich geringere Grenzwerte für Trinkwasser. Außerden werden nicht alle Stoffe von der Trinkwasservorordnung erfasst. Arzneimittel- und Hormonreste belasten zunehmend das Abwasser und gelangen so auch ins Grundwasser. Wohlgemerkt, das Leitungswasser in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nicht per se schlecht, es ist nur unbehandelt nicht als Trinkwasser zu empfehlen.
Mineralwasser und Heilwasser
Für Mineralwässer und Heilwässer gelten in Deutschland Vorgaben. Grenzwerte für 16 Stoffe müssen regelmäßig überprüft und eingehalten werden, das sind deutlich weniger, als es die Trinkwasserverordnung für Leitungswasser vorsieht. Heilwässer dürfen von einigen Stoffe durchaus höhere Konzentrationen enthalten, denn sie sollen ja als Therapeutikum wirksam sein. Es liegt auf der Hand, dass Heilwässer als nur nach medizinischer Indikation und unter entsprechender Überwachung getrunken werden sollten. Generell gilt für Mineralwässer und Heilwässer, das, was schon oben im Absatz „Wasser im Körper“ beschrieben wurde. Damit das Wasser seine Aufgaben im Körper erfüllen kann sollten wenig oder keine Stoffe darin gelöst sein. Es gibt Mineralwässer, die mineralarm sind und als Trinkwasser sehr gut geeignet sind. Einige Bioläden und Biomärkte führen dies auch im Sortiment. Für die Zubereitung Babynahrung werden, auch von den Herstellern, nur ganz bestimmte (mineralarme) Mineralwässer empfohlen.
Ganz sicher sollte keine Kohlensäure im Trinkwasser sein, nur aus technischer Sicht mag dies sinnvoll sein, da das Wasser mit Kohlensäure länger haltbar ist. Kohlensäure brauchen wir im Körper nicht, die sollte bestenfalls im Bauchnabel so schön prickeln.
Ein weiteres Problem bringen PET-Flaschen mit sich. Sie sind leichter und widerstandsfähiger als Glasflaschen und dewshalb im Handel und bei Verbrauchern beliebt. Es gilt als gesichert, dass PET-Flaschen Bisphenol A (BPA) abgeben. BPA wird in der Produktion von Kunststoffen eingesetzt. Im Körper wirkt es ähnlich dem weiblichen Hormon Östrogen, es wird verdächtigt, Krebs auszulösen, Unfruchtbarkeit und Impotenz zu verursachen.
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